Ungarn Land und Leute
Jó napot kívánunk - Wir wünschen einen Guten Tag
Wir möchten Ihnen das "unbekannte" Ungarn vorstellen und laden dazu zu einer kleinen, virtuellen Rundreise durch die ungarische Tiefebene ein.
Wenn man an Ungarns Küche denkt, fallen einem meist Dinge
wie Paprika, Gulyás oder Pusta ein.
Dabei hat das Land doch mehr zu bieten als man denkt.
 
In ganz Ungarn herrscht gemäßigtes Kontinentalklima. Der kälteste Monat ist der Januar und am wärmsten ist es im Juli mit durchschnittlich 25 Grad Celsius. Die Zahl der Sonnenstunden liegt bei ca. 2000 im Verlauf eines Jahres. Ungarn befindet sich in Mitteleuropa, im Karpatenbecken. Das Land zählt von der Fläche her zu den kleineren Staaten Europas. Die Ost- West Ausdehnung beträgt 526 km, in Nord- Süd Richtung sind es 268 km.
Das Territorium des Landes beträgt kaum 100.000 km² und seine Sprache versteht man nirgends sonst wo, seine Volkslieder haben keinerlei Ähnlichkeit mit anderen Folkloren, und dennoch lebt das ungarische Volk seit mehr als 1100 Jahren mitten in Europa. Trotz zahlreichen Schicksalsschlägen haben sie sich ihre Werte erhalten und die Besucher aus aller Herren Länder fasziniert.
Nur ca. 10,7 Millionen Menschen leben in diesem schönen Land: ca.115 Pers. pro Quadratkilometer. Über die Hälfte der Einwohner lebt in den Städten, so dass das Land wesentlich dünner besiedelt ist. Mehr als 10 Millionen Ausländer reisen jährlich in das Donauland mit seiner bezaubernden Zwei-Millionen-Metropole Budapest. Abends lassen unzählige Lichterketten das Burgviertel mit der Fischerbastei und der Matthias-Kirche, das Parlament, den Gellértberg und die Brücken in einem stimmungsvollen Lichterglanz erstrahlen.
Das Donau- Panorama der Hauptstadt Budapest
wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Ungarn verfügt - nach Island - über das weltweit zweitgrößte Oberflächenreservoire an Thermalwasser . Mehrere hundert Quellen verschaffen Tausenden von Patienten Linderung. Der Balaton, auf Deutsch Plattensee, Mitteleuropas größter Binnensee, ist ein Ferienparadies für Familien mit Kleinkinder und Freunde des Wassersports.
Das "Ungarische Meer" ist nicht nur im Sommer eine Reise wert,
Zu jeder Jahreszeit hat der Balaton etwas Besonderes zu bieten.

Die vier Jahreszeiten am Balaton:
Im Winter kann man vor allem die Ruhe am Balaton genießen. Es sind nur Einheimische und kaum Touristen am See und man kann ungestört die traumhafte Umgebung des Balaton erkunden. Ein besonderes Schauspiel ist es, wenn der See komplett zugefroren ist. Aufgrund der geringen Wassertiefe bildet sich sehr schnell ein stabiler und dauerhafter Eispanzer, auf dem man wunderbar Schlittschuh laufen kann. Im Winter ist der Besuch eines der vielen Thermalbäder rund um den See empfehlenswert und Sie können das warme Wasser der Heilquellen genießen.
Im Frühjahr übt die Gegend am Plattensee einen ganz besonderen Reiz auf die Menschen aus. Wenn die Obst- und Mandelbäume erblühen, erstrahlt die ganze Region in den schönsten Farben. Es ist auch die Zeit der Sportfischer/ Angler die zu dieser Jahreszeit nach Ungarn kommen um ihren Traumfisch zu fangen. Der Balaton lädt schon im Mai die Badegäste zum Baden ein. Das Wasser ist dann zwar nicht ganz so warm wie im Hochsommer, aber auch bei einer Wassertemperaturen von ca. 17° - 20° Grad (wie bei uns im Sommer) lässt es sich aushalten und die Sonne scheint auch schon recht kräftig.
Der Sommer beginnt ab Juni und geht bis Mitte September und ist die Urlaubs- und Hochsaison am Balaton. Die Lufttemperatur erreicht über die 30° Grad Celsius und die Wassertemperatur liegt bei ca. 24° Grad Celsius. Diese Temperaturen laden zum ausgiebigen Badespass ein. Das Klima ist geprägt von langen Schönwetterperioden und wenig Regen. Die schönsten Monate sind der Juli und August. Diese Monate erheben diese Land zu einem wahren Sonnenparadies.
Der Herbst kommt und die Zeit der Weinlese beginnt. Jedes Jahr finden zu diesem Anlass überall am Balaton große Feste statt. Hier kann man die berühmte ungarische Gastfreundschaft und die gute kulinarische Küche so richtig kennen lernen. Die Temperaturen im Herbst sind mild, es kann sogar vorkommen, dass im Oktober noch über 20 Grad gemessen werden. Wenn die Blätter fallen und die meisten Touristen schon die Heimreise angetreten haben, ist der Balaton vor allem ein Paradies für Ruhesuchende. Man kann in der Nebensaison am Balaton/ Plattensee einen wesentlich preiswerteren Urlaub erleben.

Ungarn ist arm an Naturschätzen - Ungarn ist reich an Naturschätzen .
Zwei Behauptungen, die einander widersprechen und doch wahr sind. Es hat einerseits wenig Holz, Erz oder Öl und anderseits sehr viel, oft mehr als andere Länder Europas, unberührte Puszta-, Heiden-, Moor-, Sumpf- und Auengelände, Wälder, Wiesen und Steppen, in denen die ursprüngliche Pflanzen- und Tierwelt bis heute erhalten blieb. Derzeit sind in dem relativ kleinen Ungarn rund 300 Gebiete mit nationaler und mehr als 1.000 mit regionaler Bedeutung geschützt, deren Werte nicht nur bewahrt, sondern auch vermehrt werden sollen. Die meisten Landschaftsschutzgebiete (LSG) und Naturschutzgebiete (NSG) stehen allen Naturfreunden offen.
Süd-Transdanubien : Unberührte Wälder, weite Ebenen und verträumte Täler neben sanften Hügeln kennzeichnen diesen Landstrich südlich des Balaton, zwischen der Donau und dem südlichen Grenzfluss Drau, der einst den Süden der römischen Provinz Pannonia bildete und jetzt als Fremdenverkehrsregion Süd-Transdanubien bekannt ist. In angenehmen Klima und sauberer Luft hat er einiges zu bieten an reizvoller Natur und denkwürdiger Geschichte.
Ungarn ist aber auch das Land der Puszta . Neben Donau und Plattensee ist die große ungarische Tiefebene die sich über 100.000 Hektar im Karpatenbecken erstreckt, Ungarns berühmteste und zugleich größte regionale Einheit. In der ungarischen Tiefebene finden Sie die unvergleichliche platte Weite der ungarischen Puszta, welche die Bugac-Sandbuckel in der Mitte und die Hortobágy-Steppen im Nordosten der ausgedehnten Tiefebene (Alföld) zwischen Donau und östlicher Landesgrenze umfasst. Mittendrin, in einer der größten Heide- und Steppenlandschaften Europas, liegt die weltberühmte Puszta von Hortobágy.
In der Bugac-Region hat sich die typische Siedlungsform der Einödhöfe erhalten, während in der Hortobágy die uralten Haustierarten der Magyaren, sowie europäische Vogelarten leben, die nur noch hier vorkommen. Die eben größte Steppe: Hortobágy, ist Ziel zahlreicher Ausflugsfahrten, die man unbedingt mit einer Pusztaführung verbinden sollte, welche neue Erkenntnisse vermittelt. Teile des Nationalparks sind streng geschützt und ohne Erlaubnis nicht zugänglich. Man erfährt, dass die Vegetation im Frühjahr üppige Blüten treibt, die Vogelwelt wegen ihrer Vielfalt geschützt wird. Der Hortobágy-Nationalpark umfasst eine einmalige Steppen- und Teichlandschaft auf über 75.000 Hektar und ist ein riesiges Rast-, Zug- und Überwinterungsgebiet für hundertausende von Zugvögeln.
Bekannt ist die Puszta als eines der letzten Rückzugsgebiete für Europas größte flugfähige Vögel, die Grosstrappen. Zuletzt zählte man davon in Ungarn noch rund 1.300 Exemplare. Das selten gewordene Zackelschaf und das beinahe ausgestorbene Ungarische Rind leben hier. Auch Fische werden gezüchtet und die zahlreichen geschützten Pflanzen wandern in die Apotheken. Wenn die Puszta Ungarns Steppe und Wüste ist, dann ist der Balaton Ungarns Meer.
Nur eine halbe Stunde nördlich von Budapest befindet sich das so genannte Donauknie (Dunakanyar), wo die Donau Ihren Lauf plötzlich wendet. Hier liegt die zauberhafte Stadt Szentendre mit ihren unversehrt erhaltenen Barockgebäuden und ihren lebhaften, pastellenen Farben. Ein Gesamtkunstwerk, das viele Maler, Bildhauer und Dichter zu ihrem Wohnort erwählen. Stromaufwärts liegt das kontrastreiche Visegrád. Einst mittelalterlicher Königssitz, spürt man noch heute die geschichtsträchtige Atmosphäre im restaurierten Schloss der Könige von Anjou. Sogar noch verlockender ist ein Abstecher zu der Ruine, die über den sanft zur Donau abfallenden Hängen thront. Und wer nach Szentendre und Visegrád noch Spielraum für seine Phantasie besitzt, kann nach Esztergom weiterfahren. Diese Hauptstadt der katholischen Kirchen Ungarns wird gekrönt von einer mächtigen Basilika aus dem 19. Jahrhundert. Die goldenen Sanktuaria, die zu den wertvollsten Schätzen Ungarns gehören, reichen weit über 1.000 Jahre zurück.
Es gibt sehr viele Orte, wohin sich eine Reise oder ein Ausflug lohnt. Nehmen Sie HEREND, von hier stammt das weltberühmte handbemalte Markenporzellan Herender , mit dem im 19. Jahrhundert auch die Herrscherhäuser in London und Wien beliefert wurden. Die schönsten Produkte der 1826 gegründeten Manufaktur sind im Porzellan-Museum (Kossuth L. utca 140) ausgestellt. Über mehr als 8000 Kunstwerke, darunter eine Obstschale mit 250 Rosen, ein durchbrochene Feldflasche, Service-Platten mit Schmetterlingsdekor und der Herender Hahn. Heute ist die Fabrik voll ausgelastet und beschäftigt rund 1500 Menschen, die Tafelgeschirr, Dekorationskeramik und andere Porzellanobjekte herstellen und das alles handbemalt. Auf Anfrage gibt es eine Führung durch die Anlagen.
Das Zsolnay Porzellan ist nach Herend die zweitberühmteste Manufaktur Ungarns. Das Sortiment ist sehr reichhaltig, von verschiedenen Dekorationsgegenständen bis zu Tafelgeschirr in den verschiedenen Designs. Die Preise liegen in der mittleren Klasse. Gegründet wurde diese Manufaktur im Jahre 1852 von Miklós Zsolnay. Besonders den Verdiensten von Vilmos Zsolnay ist es zu verdanken, dass die Pecser Porzellanfabrik schon bald Weltruhm errang. Nach seinem Tod im Jahr 1900 übernahm sein Sohn Miklós die Führung. Die elfenbeinfarbige Glasur mit den reichen Goldverzierungen ist auch heute noch dieselbe Technologie. Seit 1955 befindet sich in Pécs das Zsolnay Museum, wo die schönsten Exemplare aus der Zeit von Vilmos Zsolnay besichtigt werden können.
Der Beginn der Hollóháza Porzellan Manufaktur geht bis ins Jahr 1777 zurück, wo man sich ursprünglich mit der Herstellung von Glaswaren beschäftigte. 1831 begann dann die Produktion von Porzellan. 1957 stieg man von der Erzeugung industriellen Porzellans um und wechselte zur Herstellung von Haushaltsporzellan, Tischwaren und Dekorationsartikeln. Die breite Palette des Porzellanmuseums reicht von klassischen bis zu modernen, vom Maler Endere Szász entworfenen Stücken. Hollóháza Porzellan ist nach Herend und Zsolnay die dritt berühmteste Porzellan Manufaktur Ungarns und liegt auch in der mittleren Preisklasse.
Das weite Land Ungarn verfügt über einige Golfplätze , wo auch Gäste willkommen sind. Das pannonische Klima und die idyllische Landschaft bieten ideale Voraussetzungen für ein erlebnisreiches Golfspiel und für vielfältige Freizeitaktivitäten. Der ungarische Golfsport ist seit längerer Zeit erfolgreich und die Anzahl der Golfanhänger wächst von Jahr zu Jahr. Die Golfplätze befinden sich in reizvoller Lage mit 6, 9 bzw. 18 Löchern und erwarten die Amateur- und die Profigolfer in Ungarn. Die ungarischen Turnierplätze entsprechen den internationalen Standardvorschriften des Golfspiels. Die Plätze befinden sich in Berg- und Hügellandschaften. Sie können in Ungarn das Golfspiel in einer natürlichen, lockeren Atmosphäre und in einer abwechslungsreichen Umgebung genießen.
Gerne können Sie einen der Anfängerplätze besuchen und an einem Übungskurs teilnehmen.
Ein wichtiger Bestandteil und Tradition für die Menschen in Ungarn ist die Hausschlachtung . Die meisten Ungarn besitzen Häuser mit Ställen, wo Hühner und Schweine gehalten und gemästet werden. Diese Tiere werden nur für ihren eigenen Verzehr geschlachtet. Über das ganze Jahr werden sie gefüttert bis zu jenem Tag. Jedes Jahr im Winter finden bei den Einheimischen die Schlachtfeste statt, wo auch die Verwandt- und Nachbarschaft zusammenkommt um die Schweine zu schlachten. Die Aufgabe der Männer ist das Messerschleifen, das Töten, Zerlegen und Verarbeiten der Tiere. Die Frauen sorgen sich um die Vorbereitungen der Verarbeitung des Fleisches. Sie stellen die Schürzen, Töpfe, Schüsseln, Gewürze, Kräuter uvm. bereit. Es wird Blut-, Brat- und Leberwurst, Pressak, Speck, Schinken uvm. Hergestellt, die gewürzt, gepökelt oder geräuchert werden. Jede Familie in Ungarn besitzt ihre eigenen häuslichen und lokalen Rezepte für die Verarbeitung. Das erste Schwein wird noch vor Weihnachten geschlachtet, wegen der Festspeisen zu den Weihnachtsfeiertagen und bevor die wärmere Jahreszeit beginnt.
Im Laufe der ungarischen Geschichte haben sich in den einzelnen Gebieten unter den Bauern, Hirten und Handwerkern unterschiedliche Lebenskulturen herausgebildet, viele Volksgruppen hatten individuelle Formen bezüglich Traditionen, Trachten und Baustilen, die sich zum Teil bis heute nicht verändert haben. Sich im Laufe der Zeit eingestellte Veränderungen haben aber das Leben der dörflichen Gemeinschaften beeinflusst.
Die Stickerei in Ungarn hat eine lange Tradition. Die Volkstrachten in Nordungarn mit Ihren üppigen Stickereien werden leider nur noch beschränkt und zu bestimmten Anlässen oder an Sonn- und Feiertagen getragen. Die gestickten Tischdecken, Tücher und Kissen sind farbenreich gemustert (meist mit roten Blumen) und oft weltbekannt.
Die Häuser mit Schilfdach der Hirten und Bauern waren überwiegend aus Lehm gebaut. In Nordungarn sind schöne Gegenstände der Hirtenschnitzerei entstanden.
Die schon traditionellen Geschenke und Mitbringsel aus Ungarn sind Keramik, Stickereien, Puppen im Trachtenlook, Holzschnitzereien, glasiertes Geschirr, "Miska-Krüge", handgewebte Stoffe, handbemaltes Markenporzellan Herender, Hollóháza und Zsolnay, Bleikristall, Halaser Spitzen, Gewürzpaprika (aus Kalocsa, Szeged), eingelegtes Gemüse, Gänseleber, die berühmte ungarische Pick-Salami (PICK, Herz), Sekt (Törley, Hungária), Zwack Unicum, Pálinka- Aprikosenschnaps (Barack), Zwetschgenschnaps (Szilva) und Kirschschnaps, Tokajer oder andere ungarische Weine. Auch Naturheilmittel wie Heilkräuter, Blütenpollen und Honig sind in Ungarn sehr günstig.
Vielleicht bekommen Sie Lust, sich auf den Weg zu machen,
um das Gelesene vor Ort durch persönliche Erlebnisse zu ergänzen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei den Streifzügen durch Ungarn,
bei der gastfreundlichen Aufnahme der Menschen im Herzen Europas.
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